Sehenswertes in Meseberg

Neben der Kirche und dem benachbarten ehemaligen Gutshaus ist auch die historische Bockwindmühle am Weg nach Kattwinkel sehenswert, welche durch den Heimat- und Mühlenverein in Zusammenarbeit mit dem Meseberger Mühlentheater vor dem Verfall gerettet wurde.
 

Die Dorfkirche

Trotz der barocken Umbauten weist die vermutlich im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts errichtete spätromanische Backsteinkirche noch zahlreiche Relikte aus ihrer Entstehungszeit auf. Dazu gehören das vermauerte Nordportal, die Pfarrtür auf der Südseite des Chores und zwei rundbogige Fenster auf der Nord- und Südseite dicht unter dem Konsolenfries des Schiffs. Wann der einst vorhandene gotische Westturm abgetragen wurde, ist nicht mehr nachweisbar. Nachdem der Brand von 1743 das halbe Dorf vernichtet und auch die Kirche stark in Mitleidenschaft gezogen hatte, wurden umfangreiche Erneuerungsarbeiten an der Kirche in Angriff genommen. Aus dieser Zeit stammen neben dem Erdbegräbnis auch der Turmaufbau über dem Schiff und der Kanzelaltar aus dem Jahre 1749. Damals wurden auch Chor und Apsis erhöht und deren Dächer abgewalmt. Die Wetterfahne mit der Inschrift „SCVM SFVR EWVR 1748“ verweist auf die damaligen Kirchenpatrone Samuel Christoph von Meseberg sowie Sigmund Friedrich und Erasmus Wilhelm von Redern. Letztere hatten als Inhaber des Ritterguts Wolterslage auch in Meseberg erheblichen Besitz und teilten sich daher das Kirchenpatronat mit den Meseberger Gutsbesitzern.

Text: Corrie Leitz (Historikerin). Mit freundlicher Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt
im Rahmen der Osterburger Tourismusprojekte 2015 - 2017.

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