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01. February 2018

Flessauer Schulköchin Steffi Förster verabschiedet

"Tschüss Frau Förster, Tschüss Frau Förster – mach es gut, mach es gut", stimmten die 100 Mädchen und Jungen der Grundschule Flessau am Mittwoch, 31. Januar 2018, nach der Essenausgabe vielstimmig an. Und fügten mit deutlicher Betonung hinzu: "Komm bald wieder!" Diesen Aufruf unterstrich auch Schulleiter Olaf Jaensch mit Nachdruck, der die leitende Schulköchin nur schweren Herzens gehen lässt - "und keinesfalls für immer!"

Denn sobald die Pläne für eine neue Schulküche vor den Toren Osterburgs in die Tat umgesetzt sind, ist die seit Oktober 2016 dort beschäftigte Kreveserin wieder an den Töpfen. In der Zwischenzeit tauscht die zweifache Mutter Küchenutensilien gegen Büromaterial und wird die Stadtverwaltung Osterburg unterstützen.

"Wir haben mit Frau Förster ein glückliches Händchen bei der Einstellung bewiesen", lobt Bürgermeister Nico Schulz ihr großes Engagement anlässlich der Ausgabe des vorerst letzten frisch vor Ort zubereiteten Schulessens. Und auch wenn es sich um einen traurigen Anlass handele, einen doppelten Abschied – nämlich von Frau Förster als Schulköchin und von der Schulküche selbst – "so ist auch freudige Zuversicht dabei", macht Nico Schulz den Kindern, dem Küchen- und Pädagogenteam deutlich.

Das aus dem Jahr 1969 stammende Gebäude wird im Zuge der umfangreichen Sanierung der Grundschule Flessau abgerissen. Daran führt kein Weg vorbei. Auch nicht daran, dass ein Mensa-Neubau durch das zur Verfügung stehende Förderbudget in Höhe von 2,3 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit nicht gleich mit realisiert werden kann.

Also fassten am 09. November 2017 die Stadträte der Einheitsgemeinde Osterburg (Altmark) mit großer Mehrheit einen Grundsatzbeschluss zum Bau einer neuen Schulküche am Grundschulstandort Flessau. Optimalerweise eine, die dafür ausgelegt ist, täglich mindestens 500 Portionen – und damit wirtschaftlich/kostendeckend – für sämtliche Kinder in kommunalen Tageseinrichtungen zuzubereiten.

In einer detaillierten Untersuchung zur Größe und Nutzungsmöglichkeit einer Schulküche in der Einheitsgemeinde traten zwei Varianten auf den Plan. Über eine kleine Schulküche mit ca. 150 täglich zuzubereitenden Portionen würden die Flessauer Grundschüler und Pädagogen sowie die Mädchen und Jungen der ortsansässigen Lebenshilfe-Kindertageseinrichtung "Waldzwerge" versorgt werden. So wie bisher. Über eine große Schulküche mit ca. 500 Portionen am Tag kämen in Zukunft auch alle anderen Vorschul- und Grundschulkinder in den Genuss eines regional und saisonal frisch zubereiteten Mittagessens.

An Plänen zum Neubau einer Schulküche wird festgehalten

"So oder so, eine eigene Schulküche ist für die gesamte Einheitsgemeinde ein wichtiger Standortfaktor und auch ein Alleinstellungsmerkmal", weist Nico Schulz deutlich darauf hin, dass an den Plänen zum Neubau einer Schulküche festgehalten wird, auch wenn derzeit noch offen ist, über welches Förderprogramm die Finanzierung für den Neubau umgesetzt werden kann. "Unsere Schulküche ist eine der wenigen, die nach der Wende noch überlebt hat und so soll es auch bleiben."

Für die Übergangszeit wird das Mittagessen für die Flessauer Mädchen und Jungen in der "Altmark-Küche" in Schorstedt zubereitet und angeliefert. Gundula Pankow und Sabine Hofmann werden das Organisatorische übernehmen und ihre Chefin sehr vermissen. "Es hat mir so viel Spaß gemacht mit euch allen", überreichte Steffi Förster jedem Kind ein leckeres Abschiedsgeschenk. "Ich werde eure Geschichten und die vielen Erlebnisse nie vergessen", werden aus den gerade erst versiegten traurigen schnell Freudentränen. Anschließend ließen es sich Schulleiter Olaf Jaensch und Nico Schulz nicht nehmen, zusammen mit den Bauarbeitern ein gemeinsames Mittagessen einzunehmen.

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