Ortschaft Flessau - Orteil Storbeck

Storbeck ist eine sehr alte Ansiedlung. Das geschichtlich bestätigte Alter lässt sich bis 1215 zurückführen. Es wird angenommen, dass Storbeck von den Holländern angelegt wurde, die Markgraf Albrecht ins Land rief, um die Wische urbar zu machen. Der Ort Storbeck, der dem Kloster Krevese gehörte, wird 1238 als "sturbecke" erwähnt. Er heißt dann seit 1343 Storbeck. Westlich vom Dorf zieht sich ein Wasserlauf hin, der zur Biese führt, das war die Sturbecke, nach welcher der Ort benannt wurde.
Während des 30-jährigen Krieges teilte der Ort das Schicksal vieler anderer altmärkischer Dörfer, die unter Einquartierungen und räuberischer Soldateska der unterschiedllich sich bekriegenden Parteien zu leiden hatten, und die außerdem verstärkt Seuchen in die Dörfer einschleppten.

Fast neun Jahrhunderte ist die baulich interessante romanische Kirche Storbecks alt.

1852 wurde auf dem sogenannten Steinberg vom Müllermeister Haverland aus Schinne eine Mühle erbaut. Die Mühle war bis zum letzten Krieg funktionstüchtig, wurde aber in den 50er Jahren abgerissen.
Etwa von 1707 bis 1806 wurde Storbeck als Durchfahrtsstation auf der Postkutschenrute Magdeburg, Burgstall über Stendal, Gagel bis Lenzen bekannt. Am Steinberg, Richtung Ballerstedt, steht heute noch ein Wegweiser aus Stein. Mann erkennt noch deutlich die Hand, die den Weg nach Ballerstedt in Richtung Osterburg weist.
Im August 1938 wurde im Storbecker Gemeinderat über den gemeinsamen Schulneubau mit Flessau diskutiert. Die Abgeordneten sprachen sich aber für ihre eigene Schule im Ort aus. Der 1939 begonnene Bau konnte erst nach dem Krieg beendet werden. Ca. 45 Schüler aus mehreren Orten kamen nach Storbeck, bis sie dann 1963 doch in die Zentralschule nach Flessau umgeschult wurden.
Anschließend wurde hier bis Anfang der 90er Jahre die Konsumverkaufsstelle eingerichtet.

Der Markgraben trennt die Storbecker von der Flessauer Flur. Bevor der Graben in den 70er Jahren melioriert wurde, kam es häufig zu starken Überschwemmungen. Bis 1945 war Storbeck ein ausgewogenes Bauerndorf.
Am 01.04.1954 wurde die LPG Typ III "IV. Parteitag" gegründet, die später in die LPG "Frohe Zukunft" umbenannt wurde. 1961 wurde ein Hühnerstall zu Intensivhaltung gebaut. Bereits 1968 wurde dieser Nebenwirtschaftszweig wieder eingestellt. 1971 erfolgte der Beitritt zur LPG "Klement Gottwald" Flessau.
Auf dem Gelände der ehemaligen Hühnerhaltung wurde 1972 der neue Reitplatz des Reitvereins errichtet und der Stall entsprechend umgebaut. Die Pferdezucht ist schon lange in Storbeck beheimatet.
Der heutige Reit- und Fahrverein Flessau e. V. wurde 1968 gegründet. Alle zwei Jahre findet ein Reitturnier statt, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1929 gegründet. 1993 erhielten die Kameraden ein neues Feuerwehrauto.
Am 30.06.1973 wurde Storbeck in Flessau eingemeindet.


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