Ortschaft Rossau - Orteil Schliecksdorf |
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Schliecksdorf, ein Ortsteil von Rossau, wird 1287 als "slikstorpe", 1550 als "slixtorp" genannt und später "Schlickstorff" geschrieben. Dieser Name ist sicher mit der Biese in Verbindung zu bringen, denn der durch die Biese angeschwemmte weiche Schlamm (Schlick) wird wohl bei der Namensgebung Pate gestanden haben. Das Dorf gehörte damals dem Kloster Krevese. Schliecksdorf ist ein typisches Straßendorf, denn an einer meist geraden breiten Straße liegen die Häuser dicht nebeneinander. Mitten im Dorf steht die Schliecksdorfer Kirche. Schliecksdorf entwickelte sich in den Jahren zu eiem typischen altmärkischen Bauerndorf. Bedingt durch den hohen Grünlandanteil war hier die Rinderzucht Hauptproduktionsrichtung. Die Pferdezucht rangierte hier ebenfalls vor der Schweinehaltung. Da die meisten Bauern in Schliecksdorf über große Stallgebäude verfügten, wurden ihre Ställe nach dem Beitritt zur LPG "Ernst Thälmann" Rossau 1964 und auch später für die Tierproduktion genutzt. Früher gab es in dem kleinen Örtchen eine Schule, über die aber recht wenig bekannt ist. Nach Erzählungen soll es sich bei dem Schulhaus um ein größeres Fachwerkgebäude mit Lehrerwohnung gehandelt haben. Auf einem Teil des ehemaligen Fundaments der Schule wurde später das Feuerwehrgerätehaus von Schliecksdorf erbaut. Die Freiwillige Feuerwehr Schliecksdorf wurde 1887 gegründet. Nachdem sich 1950 die Gemeinden Groß Rossau, Klein Rossau und Schliecksdorf zur Gemeinde Rossau zusammengeschlossen hatten, wurde auch die Ortsfeuerwehr in Schliecksdorf aufgelöst und die drei Wehren der einzelnen Orte zur Freiwilligen Feuerwehr Rossau vereint. Seit 1995 hat Schliecksdorf wieder eine eigene Löschgruppe. |