Ortschaft Rossau |
| Ortsbürgermeister: | Bernd Drong | |
| Telefon: | 039392 81982 | |
| Fax: | 03937 492850 | stellv. Ortsbürgermeister: | Mario Meyer | Einwohner: | 425 |
| Fläche: | 1.790 ha | |
| Ortsteil: | Klein Rossau Groß Rossau Schliecksdorf |
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Geschichtliches und Sehenswertes Die Ortschaft Rossau wird von drei Dörfern gebildet: Groß Rossau, Klein Rossau und Schliecksdorf. Sie hat eine territoriale Ausdehnung von ca. 1.800 ha, gehört zur nördlichen Region der Altmark und liegt 31 m über dem Meeresspiegel. Die Landwirtschaft wird durch das ehemalige Überschwemmungsgebiet der Biese charakterisiert. Der Fluss trennt die beiden Orte Groß- und Klein Rossau und fließt auf dem Weg nach Osterburg durch die Feldflur des Ortsteiles Schliecksdorf. Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr Rossau 1884. Der Ort hieß damals "Rossow". Ursprünglich war der Ort von Wenden besiedelt und lag am linken Ufer der Biese. Der Volksstamm wurde aber von deutschen Kolonisten vertrieben, so dass sich die Wenden am gegenüberliegenden Ufer ansiedelten und einen neuen Ort mit altem Namen gründeten. Zur Unterscheidung erhielt der deutsche Ort die Vorsilbe "Groß" und der wendische die Vorsilbe "Klein". Die Kirche in Groß Rossau befindet sich nicht wie sonst üblich in der Dorfsmitte, sondern am östlichen Dorfsausgang. Der Bau stammt aus der romanischen Periode (1100-1150). In Klein Rossau ist die Kirche ein frühgotischer Bau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. In den nächsten 100 Jahren, bis zu Beginn des 2. Weltkrieges, entwickelten sich die beiden Orte zu typischen altmärkischen Bauerndörfer. Bedingt durch den hohen Grünlandanteil und durch die Regulierung der Biese, entwickelten sich in der Gemeinde Rossau die Rinder- und Pferdezucht sowie der Ackerbau. Nach dem 2. Weltkrieg ging auch Rossau, wie viele Dörfer, den Weg der "sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaft", so wurde auch hier eine LPG aufgebaut. Somit war auch Rossau im März 1960 ein vollgenossenschaftliches Dorf. Einiges gibt es auch über das Schulwesen in Rossau zu berichten. So gab es in früheren Zeiten in allen drei Ortsteilen eine Schule. Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches stand in Groß Rossau die 1925 neu erbaute Steinschule und in Klein Rossau die Schule neben dem Friedhof für den Unterricht zur Verfügung. In jeweils einem Raum mussten die Schüler der 1. - 8. Klasse gleichzeitig unterrichtet werden. Später wurden noch einzelne Räume für den Unterricht genutzt. 1969 wurde dann am Stapler Weg eine neue Schule gebaut. Rossau wurde zum Standort einer zehnklassigen, allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule, aber nur für zwei Jahre. Auf dem Naturlehrpfad kann jetzt jeder, wenn er möchte, wissenwerte Dinge über Flora und Fauna an der Biese erfahren. Nebenan befindet sich gleich das Freizeitgelände für die Kinder, die sich hier richtig austoben können. Wunderschöne Wanderwege sind angelegt, die nicht nur die Rossauer zu einem Spaziergang einladen. Auch die Rossauer Jugend steht nicht im Abseits, so gibt es hier einen sehr aktiven Jugendclub, der in Eigeninitiative geleitet wird. Dass die Rossauer gut und gerne feiern, beweisen die traditionell gewordenen Feste, wie das Scheunenfest, das Herbstfest und nicht zuletzt der Weihnachtsmarkt. Auch sportlich sind die Rossauer sehr aktiv. Es gibt einen Sportverein. Er unterteilt sich in die Sektionen Tischtennis, Frauensport und Fußball. Des Weiteren gibt es in Rossau noch einen Jagd- und einen Männergesangsverein. Selbstverständlich gibt es auch eine Freiwillige Feuerwehr. Sie besteht heute aus den drei Wehren der einzelnen Ortsteile. Ab 01.07.2009 gehört die Gemeinde Rossau zur Einheitsgemeinde Hansestadt Osterburg (Altmark). |