Osterburg - Ortsteil Dobbrun

Der Name ist slawisch ("dobr") und bedeutet fruchtbar.
1305 wird ein Ritter Zabel von Dobbrun genannt, der Hofschenk des Markgrafen Hermann war. 1658 verkauften derer von Bismarck Einkünfte an den General von Kannenberg. Die Familien derer von Bismarck-Crevese und derer von Rohr besaßen je einen Hof.
In Dobbrun lebte um 1800 Heinrich Christoph Steinhart, Verfasser einer zweibändigen "Chronik der Altmark".

Kirche Dobbrun
Anstelle einer heidnischen Opferstätte entstand um 1140 die vierteilige Feldsteinkirche. Der alte Feldsteinturm ist oberhalb der Schiffmauern in Backsteinen erneuert worden. Das Mauerwerk des Erdgeschosses verfügt über eine Stärke von zwei Metern. Die beiden Schlitzfenster auf der Nord- und Südseite sind schießschartenförmig. Bis auf das Apsisfenster sind im 19. Jahrhundert alle Öffnungen verändert worden. Zur gleichen Zeit legte man das Südportal an, und das rundbogige Nordportal wurde vermauert. Das Gotteshaus birgt einen hölzernen säulenflankierten Kanzelaltar mit seitlichen Durchgängen aus dem Jahre 1768.