Ortschaft Krevese
Bilder vom Umzug zur 1050-Jahr-Feier
im August 2006
Ortsbürgermeisterin: Jutta Berger Einwohner: 513
Telefon: 03937 83183 Fläche: 2.214 ha
stellv. Ortsbürgermeister: Enrico Wolligand Wappen: Wappen Krevese
Ortsteile: Krevese, Dequede, Polkern, Röthenberg
Fax: 03937 492850
Geschichtliches und Sehenswertes  
    Krevese
Das über 1000-jährige Krevese ist eines der ältesten Gemeindewesen im Landkreis Stendal. Das aus einem slawischen Rundling entstandene Anwesen wurde 956 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname könnte auf die slawischen Worte "Kreive-kriv", was soviel heißt wie krumm oder von Höhen umgebenes Tal oder auch auf "kerev, krzew" mit der Bedeutung Gestrüpp. Beides war für die Bezeichnung der Lage des Ortes zutreffend.

Das Benediktinerinnen-Nonnenkloster St. "Mariental" hatte bis 1540 seinen Standort im Dorf. Die Gründung geht auf Werner von Feldheim I. Graf von Osterburg und Schwager Albrecht des Bären zurück. Von 1725 bis 1813 hatte dort die Familie derer von Bismarck ihren zweiten Wohnsitz. Auf den Mauern des Klosters entstand das Herrenhaus der Familie. Im angrenzenden kleinen Park liegt der Stammvater des späteren Reichskanzlers, Friedrich von Bismarck, begraben.
Die ehemalige Klosterkirche war der Mutter Maria geweiht und ist der Nachwelt bis heute erhalten geblieben. Das Kircheninnere überrascht durch seine barocke Ausstattung und zum Teil im Orginal erhaltenen Wandmalereien. Im Jahre1721 sorgte Christoph Georg von Bismarck für den Einbau einer Orgel. Dieses Juwel aus den Händen A.H.Gansen hat die Zeit fast unbeschadet überlebt. In zwanzigjähriger Tradition lädt das Dorf zum Kreveser Orgelsommer ein.
Im Zuge der Gebietsreform wurde die Gemeinde Krevese zum 01.07.2009 in die Hansestadt Osterburg (Altmark) eingemeindet.
    Dequede
Von "dechwede", "dkwede" bis Dequede entwickelte sich die Ortsbezeichnung. Der Name kommt aus dem Deutschen und bedeutet Teichquelle oder Quellsumpf. Als kleines Dörfchen ist die Gemeinde doch weithin bekannt. Vor dem Ortsschild befindet sich der zweite in Deutschland erbaute Fernsehturm. Im Jahre 1959 fertiggestellt war er mit seinen 180 Metern ein stattliches Bauwerk.
Eine Nebenkirche von Krevese schmückt das Ortsbild. Ursprünglich war sie eine zweiteilige Feldsteinkirche.
Unweit von Dequede schmiegt sich das ehemalige Vorwerk Röthenberg in die Landschaft.
    Polkern
Polkern, in den Rossauer Bergen gelegen, gehört mit 73 m ü.M. zu den höchstgelegenen Orten des Landkreises Stendal am Rande der Arendseer Hochfläche. Der Blick reicht weit in das Urstromtal der Elbe bis hin zum Havelberger Dom. Erholungssuchende können bei ausgiebigen Wanderungen die vielfältigen Reize der Natur erleben. Zu einem der beliebtesten Wanderziele der Region gehört das Forsthaus in Barsberge in der Nähe von Seehausen. Der Weg dorthin führt durch die Wolfsschlucht, einem landschaftlich einzigartigen Kerbtal.
Funde aus der Bronzezeit weisen auf eine frühe Besiedlung der Region hin.
Die Dorfkirche wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet.
Ab 01.07.2009 gehört die Gemeinde Krevese zur Einheitsgemeinde Hansestadt Osterburg (Altmark).