Ortschaft Flessau |
| Ortsbürgermeisterin: | Silvia Böker | ![]() |
| Telefon: | 039392 81572 | |
| Fax: | 03937 492850 | |
| Einwohner: | 944 | |
| Fläche: | 3.029 ha | |
| Ortsteile: | Flessau Natterheide Rönnebeck Storbeck Wollenrade |
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| Geschichtliches und Sehenswertes | ||
| Flessau Der Orts- und Familienname Flessau ist slawischer Herkunft. Auf Grund von Bodenfunden wurde das Dorf vermutlich schon im 8. oder 9. Jahrhundert gegründet. Im 14. Jahrhundert tritt in die Altmark ein Geschlecht " von Flessau" auf, erlischt aber schon wieder in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Herren "von Flessau" hatten Besitz in Rengerslage. Die älteste überlieferte Erwähnung des Ortes ist die Weihung der Kirche vom Jahre 1230. Auf Grund dieser Urkunde kann angenommen werden, dass der Ort mit seinen Bewohnern in dieser Zeit dem Bistum Havelberg Frondienste zu leisten und Abgaben zu zahlen hatte. Während des Dreißigjährigen Krieges hatte der Ort unter Einquartierungen und räuberischer Soldateska zu leiden. Von 1806 bis 1815 gehörte die Altmark durch die napoleonischen Eroberungen zum Königreich Westfalen. Zwar hatten die Einwohner unter großen Kriegskontributionen zu leiden, aber die Landbewohner wurden durch die fortschrittliche bürgerliche Gesetzgebung des französischen Vasallenstaates zu vielen Lasten befreit, die auch später nicht mehr rückgängig gemacht werden konnten. Schon 1718 waren von allen fünf auf dem Lande zugelassenen Berufen Handwerker in Flessau ansässig und tätig: ein Schmied, zwei Schneider, sechs Garnweber, zwei Rademacher, ein Zimmermann. Um 1800 gab es in Flessau: fünf Bauern, sieben Mittelbauern, siebzehn Kossaten, ein Büdner (landloser Hausbesitzer), elf Einlieger (Mieter), fünf Leinweber, zwei Rademacher, ein Schmied und ein Müller, mit Windmühle. Das Dorf hatte 225 Einwohner bei achtunddreißig Feuerstellen. In Anlehnung an die erste urkundliche Erwähnung der Kirche von 1230 wurde 1930 die 700-Jahrfeier und 1980 die 750-Jahrfeier mit historischen Festumzügen und vielen Festveranstaltungen begangen. Der Männergesangsverein wurde 1859 als Gesangsverein "Liedertafel" gegründet. 1953 wurde der Chor durch die Kulturabteilung aufgelöst und das Vermögen beschlagnahmt. Nachdem jeder Gesangsbruder Mitglied der VdgB geworden war, durfte der Männerchor dann weiter bestehen. Später löste er sich auf. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortes wurde schon 1900 gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Flessau direkt nicht zerstört . Am 14.03.1953 wurde in Flessau die LPG "Klement Gottwald" gegründet. Mit 120 ha bewirtschaftet sie siebzehn Prozent der Fläche des Ortes. Schon 1949 wurde in der Gaststätte ein Erntekindergarten eingerichtet. 1953 bauten dann die Flessauer in beharrlicher Eigeninitiative und unter großen Schwierigkeiten einen neuen Kindergarten, später wurde das Gebäude von der LPG Pflanzenproduktion und dann von der Gemeinde genutzt. Ab 1969 konnten in der neuerbauten Schule ca. dreihundert Schüler in den Klassen 1 bis 10 aus den Orten Flessau, Storbeck, Wollenrade, Natterheide, Rönnebeck, Rossau und Schliecksdorf unterrichtet werden. Ab 01.09.1991 wurden die Grund- und Sekundarschule Flessau getrennt. Zur Ortschaft Flessau gehören die Ortsteile Flessau, Natterheide, Rönnebeck, Storbeck und Wollenrade. Seit 01.07.2009 gehört die Gemeinde Flessau zur Einheitsgemeinde "Hansestadt Osterburg (Altmark)". |