Ortschaft Ballerstedt
Ortsbürgermeister: Joachim Pierau
Telefon: 039328 476
Fax 03937 492850
Sprechzeit: montags,
18:00 - 19:00 Uhr
stellv. Ortsbürgermeister: Bernd Pudell
Einwohner: 292
Fläche: 1.186 ha
Ortsteile: Ballerstedt
  Klein Ballerstedt
Geschichtliches und Sehenswertes:
Ballerstedt wurde erstmals 1238 urkundlich erwähnt.
Die Umgebung des Ortes ist geschichtsträchtig. Hier gab es drei altheidnische Fundstätten:

  • auf dem so genannten Hundsrücken,
  • auf den Hasenäckern,
  • auf dem so genannten Krummenschlag.

  • Die romanische, dreiteilige Feldsteinkirche von Groß-Ballerstedt stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der bescheidenere Bau in Klein-Ballerstedt wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet.
    Während der französischen Herrschaft durch Napoleon gehörte auch Ballerstedt zum Königreich Westfalen und nach der Völkerschlacht bei Leipzig Preußen.
    Ein bedeutender Einschnitt für die Ballerstedter war die Anfang des 19. Jahrhunderts durchgeführte Seperation (Flurbereinigung). Die gesamte Feldmark wurde vermessen und von bestellten Kreisgutachtern gütemäßig bewertet, die Äcker in zehn Klassen eingeschätzt. Die Ergebnisse dieser "Flurbereinigung" stellten die landwirtschaftlichen Besitzverhältnisse bis 1945 dar. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Ballerstedt ein ausgeprägtes Bauerndorf. Um 1840 führte der Bauer Schulze-Lupitz erste Anbauversuche mit der Lupine zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch und machte sie über die Grenzen der Altmark bekannt. Die 1908 eingeweihte Kleinbahn Stendal - Arendsee brachte für Ballerstedt den wirtschaftlichen Aufschwung (Zuckerrübentransporte nach Goldbeck).

    Die Freiwillige Feuerwehr gründete sich im Jahre 1930. Vier Jahre später erhielt das Dorf einen Feuerlöschbrunnen.

    Seit 1974 gehörte Ballerstedt zum Gemeindeverband Flessau, ab dem 02.09.1991 zur VWG Flessau, ab 25.01.1993 zur VWG "Altmärkische Höhe" Lückstedt und seit dem 01.01.2005 zur Verwaltungsgemeinschaft Osterburg.

    Seit 01.07.2009 gehört die Gemeinde Ballerstedt zur Einheitsgemeinde "Hansestadt Osterburg (Altmark)".