Der Bau der dreischiffigen Basilika ohne Querschiff fällt in das letzte Drittel des 12. Jahrhunderts. Baugeschichtlich interessant vereint dieser Kirchenbau die Kunstfertigkeit des bisher gewohnten Feldsteinbaus mit der gerade aufkommenden Backsteinbauweise. Backsteine, die eine feingliedrige Bauausführung gestatteten, wurden für die Umrahmung der Fenster, bei den Arkaden und im oberen Teil der Chorapsis verwendet. Der spätromanische Gründungsbau erfuhr je nach Zeitgeschmack oder Notwendigkeit bauliche Veränderungen. Baugeschichtlich erwähnenswert ist der monströse Kirchturm. Er gehört nicht zum spätromanischen Grundbestand. Der ursprünglich freistehende, dem Westwerk vorgelandene Glockenturm aus Feldsteinen wurde abgerissen. Stattdessen wurde 1591 bis 1598 ein zweigeschossiger Fachwerkturm mit Glockenstuhl und Barockhaube direkt an die Westseite gebaut. Im Glockenstuhl des Turmes schwangen ursprünglich drei Bronzeglocken, heute ist es noch eine. Sie trägt den Namen ihrer Stifter, der Patronatsfamilie Georg Achatz von Bismarck und Frau Barbara Maria Christina von Eimbeck nebst Kindern. Der Raumeindruck im Innern der Kirche ist stark beeinflusst durch die barocken Einbauten aus den Jahren 1721 bis 1746. So sorgte Christoph Georg von Bismarck 1721 für den Einbau der überaus wertvollen Orgel. Sie wurde vom Salzwedler Orgelbaumeister A. H. Gansen erstellt. Die Klosterkirche dient seit Einführung der Reformation 1541 der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus. Freilich ist der Kirchenbau in seiner Monumentalität der heutigen kleinen Dorfgemeinde längst nicht mehr angemessen. Um zunächst den Erhalt der historischen Orgel zu sichern, werden alljährlich Orgelkonzerte im Rahmen des Kreveser Orgelsommers organisiert. |
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