Kirche Königsmark

Die älteste beglaubigte Nachricht vom Bau der Kirche datiert aus dem Jahre 1164. Man darf annehmen, dass Albrecht der Bär dem Kirchenbau in Königsmark ganz besonderes Interesse zugewendet hat, wird doch als Erbauer sein Neffe, Graf Heinrich von Osterburg, genannt.
Von Sachverständigen wird die Kirche von Königsmark zu den bedeutendsten Baudenkmälern jener Periode gezählt.
Sie ist als ein Backsteinbau romanischen Stils mit schwacher Ornamentierung der Außenmauern erbaut worden und stellte sich nach ihrer Vollendung als eine dreischiffige Pfeilerbasilika ohne Querschiff mit zweifenstriger halbkreisförmiger Apsis am einschiffigen Chor dar. Wahrscheinlich ist, dass nur der älteste Teil der Kirche, nämlich Apsis und Altarraum bis zum großen Triumphbogen, seine Entstehung dem Grafen Heinrich von Osterburg verdankt. Da die Holländer den Backsteinbau aus ihrer Heimat ins norddeutsche Tiefland verpflanzt haben, während die Deutschen bis dahin nicht mit Granit bauten, hat man also auch in der Kirche einen Beweis für die damalige Anwesenheit holländischer Kolonisten in Königsmark.
An Kirchengeräten existieren heute noch eine zinnerne Taufschale, ein Abendmahlskelch und eine Patene dazu sowie eine Hostiendose. Die Taufschale wird heute nicht mehr benutzt, da seit 1964 ein Taufbecken aus Sandstein in der Kirche steht.
Vom Orgelchor an der Westwand führt eine schmale Treppe zur Uhr und zur Glockenkammer empor. In der Glockenkammer befindet sich heute noch eine bronzene Glocke. Mit ihren acht Schalllöchern liegt die Glockenkammer unmittelbar unter dem Turmdach.
Ein Besuch der Kirche lohnt sich bestimmt, denn man genießt von hier aus einen wirklich schönen Ausblick über die nähere Umgebung von Königsmark.

Ansprechpartner:
    Evangelische Kirchengemeinde
    Ev. Pfarramt Königsmark
    Königsmark
    Hauptstraße 12
    39606 Hansestadt Osterburg (Altmark)
    Tel.: 039390 82070
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