Zur Geschichte

Osterburg verdankt seinen Namen einer "Burg im Osten".
1993 wurde eine Befestigungsanlage aus der Mitte des 10.Jh. durch Ausgrabungen bestätigt.
Eine weitere Burganlage wurde in der ersten Hälfte des 11.Jh. errichtet.
Die heutige Friedhofskapelle St.Martin ist wahrscheinlich die Kirche der dazugehörigen Burgsiedlung.

Zeitleiste Geschehen
zwischen
1151 und 1170
Erstmals erwähnt wird Osterburg im Stendaler Markt- und Stadtgründungsprivileg Albrecht des Bären.
1157 Ein Graf Werner IV. von Osterburg wird genannt.
1188 Die Kirche Sankt Nicolai wird dem Schutzpatron der Schiffer und Kaufleute, dem heiligen Nikolaus geweiht.
1196 Osterburg wird als Burgwardhauptort bezeichnet.
Ende des 12.
Anf. des 13.Jh.
In der Nähe des Bieseübergangs an der Hauptverkehrsverbindung Magdeburg-Stendal-Hamburg entsteht aus einer Kaufmanns- und Handwerkersiedlung die Stadt.
1208 Osterburg wird als oppidum (Stadt) bezeichnet.
13.Jh. Eine Stadtbefestigung wird aus der Zeit 1281 erwähnt.
Mitte des 13.Jh. Nach Aussterben der Grafen von Osterburg wird die Stadt dem Markgrafen von Brandenburg unmittelbar unterstellt.
1321 Osterburg tritt dem Schutzbündnis der altmärkischen Städte bei.
1344 Das älteste überlieferte Stadtsiegel stammt aus dem Jahr.
1345 Rat und Schöffen werden genannt.
1390 Die Stadt erhält das Stadtgericht mit allen Rechten und Einkünften.
1436 - 1478 Osterburg ist als Mitglied der Hanse nachweisbar.
1488 Wichtige Privilegien gehen beim Bierzieseaufstand verloren.
1538 Andreas Reine hält die erste evangelische Predigt in Osterburg.
1579 Es erscheint das von dem Osterburger Pfarrer Christoph Entzelt verfaßte "Chronicon der Alten Marck", worin er zum ersten Geschichtsschreiber der Altmark wird. Zu jener Zeit hatte die Stadt mehr als dreihundert Häuser mit etwa 1500 Einwohnern.
1644 Wie die gesamte östliche Altmark wird Osterburg vom Dreißigjährigen Krieg schwer betroffen. Die Stadt wird fünfmal geplündert und besitzt 1644 nur noch 44 Feuerstellen (Häuser).
1761 Nach Jahrzehnten des Wiederaufbaus zerstört ein Großfeuer zwei Drittel der Stadt.
1816 Osterburg wird königlich-preußische Kreisstadt. Man zählte damals 256 Wohnhäuser und 1691 Einwohner.
19. Jh. Während des 19. Jh. erfährt die Stadt einen allmählichen Aufschwung.
1840 hatte sie 2238 Einwohner,
1871 sind es 3518 Einwohner und
1895 bereits mehr als 4500 Bewohner.
1849 Der Eisenbahnanschluss an die Strecke Magdeburg-Hamburg wird übergeben.
1846 und 1855 Chausseen (Stendal-Wittenberge , Osterburg-Bismark) werden gebaut. Dadurch wird für die Entwicklung des Gewerbes eine entscheidende Grundlage geschaffen.
1859 Osterburgs Ruf als Schulstadt wird durch die Verlegung des königlichen Lehrerseminars in die Biesestadt begründet.
1891 Die Provinzialtaubstummenanstalt wird eingeweiht.
1891 - 1900 In enger Beziehung zur Landwirtschaft entstehen kleine und mittlere industrielle Unternehmen, wie Dampfmühle, Dampfmolkerei, Sägewerk, Konservenfabrik und eine recht bedeutsame Blechwarenfabrik.
1929 In Osterburg wird die erste "Deutsche Spargelhochzuchtgesellschaft m.b.H." durch August Huchel gegründet.
1931 seit März stellen die Nationalsozialisten die stärkste Fraktion im Osterburger Stadtparlament, am 21. April wird Bürgermeister Friedrich Metzig beurlaubt.
1935 Gründung des Kreisheimatmuseums Osterburg im Gebäude Großer Markt 10 (jetziges Bibliotheksgebäude)
1945 am 13. April rücken amerikanische Truppen in Osterburg ein - der Zweite Weltkrieg ist für die Biesestadt zu Ende.
1951 der heutige Ehrenbürger der Stadt, Walter Baumgart, nimmt seine Tätigkeit als Bürgermeister auf - er bleibt bis 1986 im Amt!!!
1952 Gebietsreform in der DDR, mit der Bildung des Bezirkes Magdeburg wird der Kreis Osterburg zweigeteilt, Osterburg bleibt Kreistadt, Seehausen wird die zweite
1953 auf dem ehemaligen Hof Mertens wird die LPG Typ III "Mitschurin" gegründet (heute Gelände der Stadtverwaltung)
1955 die ersten Wohnungen der 1954 gegründeten AWG "Aufbau" werden übergeben
1958 Zusammenführung von privaten Handwerksbetrieben in PGH (Produktionsgenossenschaften des Handwerks)
1958 Beginn des Jugendobjektes "Altmärkische Wische" der Freien Deutschen Jugend (FDJ), am 12. Mai beginnt die erste FDJ-Brigade ihre Arbeit in Dobbrun (heute Ortsteil von Osterburg)
1960 die neue Molkerei in Osterburg-Schilddorf wird in Betrieb genommen.
1965 Zusammenlegung der Kreise Osterburg und Seehausen zum Kreis Osterburg
1969 anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung der DDR wird das Kreiskulturhaus erbaut.
1977 die Karl-Marx-Schule wird nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt und 1978 bezogen
1977 das Feierabendheim "Dr. Georg Benjamin" wird erbaut (heute DRK-Altenpflegeheim)
1979 anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung der DDR wird neben dem Kreiskulturhaus ein Konsum-Warenhaus eröffnet (heute proka-Promenadenkaufhaus)
1980 im Neubaugebiet "An der Golle" wird mit der Montage der ersten Wohnblocks begonnen
1988 Osterburg hat 9.607 Einwohner
1989 "Wende" auch in der Kreisstadt Osterburg: am 23. Oktober erstes Friedensgebet in der Stadtkirche St. Nicolai, am 6. November erste Montagsdemonstration
1990 die ersten freien Kommunalwahlen bestätigen Alexander Gronner in seinem Amt als Bürgermeister, das er seit 1986 inne hat
1994 Gebietsreform in Sachsen-Anhalt, Osterburg verliert seinen Status als Kreisstadt - nach genau 178 Jahren

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