| Park und Schloss Krumke wurden zur Filmkulisse |
![]() Von Juni bis August 2003 avancierten das Krumker Schloss und die Osterburger Umgebung zur Filmkulisse. In diesem Zeitraum drehte die in Berlin ansässige Ziegler-Film GmbH im Auftrag der ARD für den Zweiteiler "Das Bernstein-Amulett". Für die Dreharbeiten an der Immobilie waren ein paar Reparatur- und Auffrischungsarbeiten zu machen, um ab 19. Juni 2003 für sechs bis acht Wochen für eine entsprechend historische Kultur zu sorgen. Unter anderem wurden Teile der bei einem Brand beschädigten Inneneinrichtung repariert - wohl bemerkt unter den wachsamen Augen der Denkmalschutzbehörde. Außerdem wurde der Putz der Außenfassade ausgebessert. Und ein neuer Anstrich war auch drin, der allerdings wieder abgewaschen werden kann, wenn die Farbe dem künftigen Eigentümer nicht zusagt. Ende des Jahres 2003 war der Film fix und fertig. Für die Handlung des Filmes wurde die Zeit in Krumke und Umgebung für einige Zeit zurückgedreht, der Streifen spielte in den Jahren 1944 bis 1960. Der im Auftrag der ARD produzierte Zweiteiler basiert auf dem gleichnamigen Roman von Peter Prange. Der Autor, der in Tübingen lebt, erzählte in seinem Buch die Geschichte der Babara Reichenbach und ihrer Familie. Sie begann im Oktober 1944 und endete 1990. Die Familie der Barbara Reichenbach wurde nach dem Krieg auseinander gerissen. Unter der Teilung Deutschlands leidend, konnte die Familie erst ein halbes Jahrhundert später wieder richtig zusammenfinden. Für Barbara Reichenbach geht es in Pranges Roman auch um die Entscheidung zwischen zwei Männern, ihrem Ehemann einem ehemaligen Offizier, der im Westen Deutschlands ein erfolgreicher Mann wird, und einem geheimnisvollen sowjetischen Offizier. Bekannte Namen sollten Pranges Roman ins Bild setzten: Muriel Baumeister, Jürgen Hentsch, Walter Giller und Nadja Tiller standen auf der Besetzungsliste. Im Film avancierte das Krumker Schloss zum Familienbesitz derer "von Ganski" in Hagenow. Neben Krumke wurden weitere Drehorte in Berlin und im Land Brandenburg vorgesehen. Ein historischer Film kostet in der Regel das Dreifache eines neuzeitlichen Streifen, weil jedes Kostüm, jedes Möbelstück und was man sonst noch an Requisiten braucht, angefertigt und "rangeschleppt" werden muss, ließ der ausführende Produzent Wolfgang Hantke durchblicken. Nach Krumke musste man wohl besonders viel schleppen. Allerdings war das auch so gewollt. Das Drehbuch schrieb nämlich auch ein heruntergekommenes Schloss vor. In der Region blieben wahrscheinlich über anderthalb Millionen Euro. Davon profitierten nicht nur einige hundert Komparsen, sondern nicht zuletzt auch Handwerker, die das Schloss für die Dreharbeiten orginalgetreu und nicht nur als Pappmache-Kulisse herrichteten. Weil das so ist, war auch die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) bereit, das Projekt mit insgesamt 400.000 Euro zu unterstützen. Prominenten Zuwachs erhielt der Förderverein Schloss Krumke. Die Schauspieler Muriel Baumeister, Jaecki Schwarz, Nadja Tiller, Walter Giller und Eva-Ingeborg Scholz waren ihm beigetreten. Die Künstler, von denen einige im und am Schloss für den Film "Das Bernsteinamulett" vor der Kamera standen, wurden zudem als Ehrenmitglieder aufgenommen. So präsentierte sich das Schloss nach den Dreharbeiten zum ARD-Zweiteiler "Das Bernstein-Amulett" in einem wesentlichen freundlicheren Zustand als vorher - die Brandspuren sind durch die Sanierungsarbeiten zu einem großen Teil entfernt worden. |
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