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Jugend und Frieden Besuch der Partnerstadt Wielun anlässlich der Gedenkfeier zum 67. Jahrestag
Gedanken zur Fahrt nach Wielun von Katharina Zeidler Im Frühjahr dieses Jahres wurde in der Schule das Angebot unterbreitet, im September zu einer Gedenkfeier anlässlich des Kriegsbeginns nach Wielun zu fahren. Da ich scho einmal dort war und es mir sehr gefallen hat, habe ich mich für die Teilnahme beworben. Als ich dann erfuhr, dass ich die Möglichkeit erhalten werde, daran teilzunehmen, freute ich mich. So begann das Schuljahr für mich etwas später. Doch da in dieser Welt nichts umsonst ist, sollte die "Überraschung" noch kommen. Wir wurden für den 28.08.2006 in die Verwaltung nach Osterburg eingeladen, um die letzten Details für die Reise abzusprechen. Außerdem sollten wir uns schon einmal Gedanken zu einer Friedensrehe machen. So setzte ich mich also zu Hause hin und versuchte, ein paar sinnvolle Sätze auf`s Papier zu bringen. Nach ein paar Stunden anstrengender Kopfarbeit, schließlich waren ja noch Ferien, hatte ich dann ca. eine Seite zu Papier gebracht. Bei dem Treffen in Osterburg las ich dann meine Arbeit vor und fand anscheinend Anklang. Prompt bekam ich das Angebot, doch auch gleich die Rede zu halten. Auf meine Frage, ob denn da auch Leute seien, sagte mir Frau Fischer: "Ja, so ungefähr acht- bis zehn- (Pause) tausend". Da wurde mir dann doch etwas anders, obwohl ich mir das noch nicht so ganz vorstellen konnte.Tja, dann fuhren wir also nach Wielun. Dort angekommen, hatten wir ein schönes, gut durchgeplantes Programm. Wir trafen natürlich auch die Delegationen aus den anderen Ländern, was wirklich schon ganz schön spannend war. Als endlich der große Moment kommen sollte, standen wir auf dem Marktplatz und warteten, bis unsere Delegation aufgerufen wurde. Die anderen fragten mich ständig, ob ich schon aufgeregt sei, was ich angesichts der Menschenmassen natürlich auch war, mir aber nichts anmerken ließ. Als ich dann oben stand, strahlten mir die Scheinwerfer ins Gesicht und machten so die Menge unsichtbar. Und plötzlich überkam mich eine Ruhe, die es mir ermöglichte, meinen Text ohne größere Stocker vorzutragen. Ich war aber auch froh, als ich es endlich hinter mir hatte. Dann kamen die Reporter und bombardierten mich mit Fragen. Anscheinend kann es also nicht ganz schlecht gewesen sein, dachte ich so bei mir. Insgesamt kann ich also sagen, dass mir die Fahrt sehr gut gefallen hat, dass ich jederzeit wieder fahren würde und nur jedem empfehlen kann, sich so eine Möglichkeit, mit Menschen verschiedener Nationen für den Frieden einzutreten, nicht entgehen zu lassen. |